UNSER PROFIL — Die Literarischen Blätter veröffentlichen zeitgenössische Literatur aus dem deutschsprachigen Raum. Sie wollen jungen Stimmen und einer generationenspezifischen Welterfahrung zum Ausdruck verhelfen – niedrigschwellig und nahbar. Die Zeitschrift erscheint seit April 2019 monatlich im Eigenverlag in Leipzig und seit Mai 2020 auch online auf unserer Web­site www.literarische-blaetter.de. Bis heute wuchs ein großes Netzwerk an Autor*innen in Deutschland, Österreich und der Schweiz heran, das wir mit der Gründung unseres Vereins netzwerk junge literatur e.V. vertiefen und ausbauen wollen.

PHILOSOPHIE UND ERSCHEINUNGSBILD — Die Zeitschrift setzt mit ihrem klassischen, schriftfokussierten Erscheinungsbild einen wichtigen Akzent in einer überillustrierten Welt und Umwelt – sie bietet einen Ort der aufmerksamen Beschäftigung mit Literatur. Texte sind ästhetische Ge­füge der Zwiesprache, ermöglichen eine Reflexion des Gefühlshaushalts und sensibilisieren für Ambiguitäten – willkommene Gegenpole in Zeiten öffentlichen Narzissmus’, chronischer Gefühlslosigkeit und hysterischer Effizienz. Die Länge der Hefte beschränkt sich auf wenige Seiten, um möglichst vielen Leser*innen ein konzentriertes, bewusstes Lektüreerlebnis zu erlauben. Nicht veröffentlicht wird jede Form von Kunstrezeption oder -reflexion.

REDAKTION — Die Redaktion der Literarischen Blätter setzt sich aus jungen Schreibenden und Literaturbegeisterten zusammen. Einmal im Monat berät sie online über die Einsendungen und wählt die Inhalte des nächsten Heftes demokratisch aus. Bei Interesse, mitzuwirken, schreibt uns gerne an! Auf unserer Website stellen wir unsere aktuellen Redaktionsmitglieder vor.

EINSENDUNGEN sind laufend möglich u. werden bis zum 15. jedes Monats für das Folgeheft berücksichtigt. Texte bitte an info@literarische-blaetter.de senden, Grafiken separat an grafik@literarische-blaetter.de

VEREIN — Am 1. März 2025 haben wir das netzwerk junge literatur e.V. (njl) gegründet. Die Aufgabe des Vereins ist es, das Bestehen der Zeitschrift zu sichern und die Vernetzung junger Literatur im deutschsprachigen Raum zu fördern. Mit einer Mitgliedschaft unterstützen Sie eine non-kommerzielle Plattform des künstlerischen Austausches und fördern aufstrebende Autor*innen direkt. Für eine Voranmeldung benötigen wir Ihren Namen, Ihre Postadresse und die Ihrerseits gewünschte Form der Mitgliedschaft (Ordentliche Mitgliedschaft: 24 EUR/Jahr, Fördermitgliedschaft: 80 EUR/Jahr) per E-Mail an:  info@netzwerk-literatur.de

KRISE UND DIGITALISIERUNG — Bis Februar 2020 lag die Zeitschrift in Cafés und ausgewählten Buchhandlungen und Bibliotheken in Leipzig, Berlin, Bamberg, Nürnberg, Hannover und Wien aus. Als mit Beginn der Corona-Pandemie die regelmäßigen Spenden, auf die wir seit unserer Gründung angewiesen waren, zunehmend ausblieben, geriet die Zeitschrift in eine existenzbedrohende finanzielle Krise. Als Antwort darauf errichteten wir – entgegen unserer früheren Skepsis gegenüber digitalen Präsentationsformen – eine Website, um allen Leserinnen und Lesern die alten und auch die zukünftigen Hefte dauerhaft zugänglich zu machen und so die Zeitschrift zu erhalten. Alle Hefte sind seit Mai 2020 im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek (Leipzig und Frankfurt) gelistet.

VORBILD — Als Vorbild diente uns die großartige deutsche Literaturzeitschrift SINN UND FORM, deren legendäre Bauchbinde uns im ersten Jahrgang zu einer Farbbanderole mit sechs monatlich rotierenden Farben inspirierte. Die Farben rotieren weiter, doch geschieht dies seit dem II. Jahrgang aus drucktechnischen Gründen in Form eines Farbumschlags mit aufgedrucktem Zeitschriftkopf und entsprechender Heftnummer. Mit SINN UND FORM besteht seit 2024 ein reger Austausch. So wirkte LB-Gründer und -Herausgeber Paul Bernewitz im Juni 2024 an einer Podiumsdiskussion in der Akademie der Künste Berlin mit anlässlich der abgeschlossenen Digitalisierung des S&F-Archivs – als Vertreter der jüngeren Generation – zusammen mit Friedrich Dieckmann, Angela Krauß, Kerstin Hensel, Ulrich Matthes, Elisabeth Primavera-Lévy und S&F-Chefredakteur Matthias Weichelt. Mit der zur Leipziger Buchmesse 2026 geplanten Podiumsdiskussion und Lesung in der Villa Najork am 20.03.2026 planen das „njl“ / die „Literarischen Blätter“ die Gegeneinladung – „Sinn und Form“ ist Gast. S&F-Chefredakteur Matthias Weichelt wird zusammen mit Angela Krauß, Martin Piekar und Carla Lorenz auf dem Podium sitzen. Vier Generationen werden sich zum Thema „Die Gegenwart des Schreibens und des Lesens – Literaturzeitschriften im Gespräch“ austauschen und Ideen entwickeln.